Netzwerk

Klimaschutznetzwerk Hexental

Wer wir sind

Das Klimaschutznetzwerk Hexental (KNH) wurde im Juli 2022 gegründet. Es ist ein informeller Zusammenschluss von Klimaschutz- und Umweltarbeitskreisen aus den Hexentalgemeinden Merzhausen, Au, Wittnau und Bollschweil. Das KNH ist offen für die Mitarbeit weiterer, zur Raumschaft gehörender Arbeitskreise. Die lokalen Arbeitskreise sind ehrenamtlich organisiert und leben von der freiwilligen Mitarbeit interessierter Bürgerinnen und Bürger und Gemeinderäten. Alle Gemeinden sind mit zwei Personen vertreten, die eine interkommunale Zusammenarbeit bei Veranstaltungen, Projekten, Aktionen und Stellungnahmen koordinieren sollen. Dieses Gremium soll drei- bis viermal im Jahr zusammenkommen. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, sprechen Sie uns gerne an.

Ansprechpartner/innen für den KNH bzw. für die einzelnen Arbeitskreise sind:
• Matthias Seelmann-Eggebert, matthias_seelmann@web.de (Gemeinde Au)
• Leo Jehle, leo.jehle@gmail.com (Gemeinde Bollschweil)
• Manfred Sydow, Manfred@Sydownetz.de (Gemeinde Merzhausen)
• Jürgen Lieser, Juergen.Lieser@web.de (Gemeinde Wittnau)

Unser Ziel: Das Hexental soll bis 2035 klimaneutral sein

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz im Hexental voranzutreiben und bis 2035 klimaneutral zu werden. Dafür wollen wir lokale und regionale Projekte und Maßnahmen umsetzen, die diesem Ziel dienen und die zur Reduzierung unserer Treibhausgas-Emissionen beitragen.
Mobilität und Klimawandel ist Aufgabe und Thema einer ganzen Region und nicht einzelner Kommunen. Da die zentralen Themen „Energie und Mobilität“ nicht an den Grenzen der einzelnen Kommunen Halt machen, ist ein Klimaschutznetzwerk sinnvoll.
Ein Netzwerk bündelt Aktivitäten der beteiligten Gemeinden in den Bereichen Klimaschutz und Energie. Die Themen werden in den Arbeitskreisen, die sich mittlerweile in den einzelnen Gemeinden gegründet haben, bearbeitet und Maßnahmen gemeinsam umgesetzt. Bürgerbeteiligung aus mehr Kommunen schafft Akzeptanz und Gemeinsinn.

Die bestehenden Arbeitskreise in den Gemeinden Merzhausen, Au, Wittnau und Bollschweil sind offen für Teilnehmer aus allen Gemeinden. Schwerpunkte sind die Themen

  • Strom, also Konzepte zur Förderung und Beratung von PV Anlagen auf Dächern oder Freiflächenanlagen
  • Wärme, also Erdwärmepumpen, Potenzialanalyse und Maßnahmenkataloge
  • Mobilität, also Radweg durch die Gemeinden von Merzhausen bis Bollschweil, Bürgerbus und Mitfahrbänkle, Carsharing

Alle Teilnehmer profitieren vom Erfahrungsaustausch, gemeinsam entwickelte und durchgeführte Maßnahmen wirken im ganzen Hexental.

Hintergrund: Ein Klimaschutznetzwerk für das Hexental

Das Hexental besteht eigentlich aus zwei Tälern, die am höchsten Punkt zwischen den Gemeinden Sölden und Wittnau ineinander übergehen. In Au zweigt das Katzental, an dessen Ende die Gemeinde Horben liegt, in östlicher Richtung ab. Diese vier Gemeinden sind mit der Gemeinde Merzhausen zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Südlich von Sölden liegt die eigenständige Gemeinde Bollschweil. Diese benachbarten sechs Gemeinden bilden mit etwa 4000 Hektar Fläche landschaftlich eine Einheit und können für den Klimaschutz als Raumschaft mit etwa 13 000 Einwohnern betrachtet werden.

Seit Gründung des Arbeitskreises Klimaschutz Au jetzt! (AKA jetzt!) im Jahr 2019 besteht eine Zusammenarbeit von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern dieser sechs Gemeinden auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Ausgehend von einer Veranstaltung zu einem Mobilitätsnetzwerk wurde in Zusammenarbeit mit der Endura Kommunal GmbH und Unterstützung der Bürgermeister aus Au, Wittnau, Merzhausen, Horben und Bollschweil die Gründung eines Klimaschutznetzwerks angestrebt und ein Portfolio ausgearbeitet.

Im Rahmen des Klimaschutznetzwerks sollten ausgehend von bürgerschaftlichem Engagement verschiedene interkommunale Klimaschutzprojekte durchgeführt werden, wobei der Bund die Arbeit eines solchen Netzwerks mit einer Fördersumme von 340 000 € unterstützt. Im Mai 2021 wurde in allen sechs Gemeinden von Endura Kommunal eine Haushaltsbefragung durchgeführt und die Ergebnisse in den Gemeinderäten vorgestellt. Über 77% der befragten Bürger wünschten sich eine interkommunale Zusammenarbeit beim Klimaschutz.

Zur möglichen Gründung des Klimaschutznetzwerks wurde im Oktober 2021 ein Bürgerworkshop mit Teilnehmern aus allen sechs Gemeinden abgehalten. Trotz guter Vorschläge kam die Bildung eines formalen Netzwerks aller Gemeinden nicht zustande. Stattdessen wurde von den Bürgermeistern ins Auge gefasst, gemeindeübergreifend einen Klimaschutzkoordinator (KSK) einzustellen.

Die Arbeitskreise der Gemeinden verfassten ein gemeinsames Positionspapier, in welchem sie die gewünschten Aufgaben eines KSK definierten und unabhängig von einem KSK weiterhin die Perspektive eines geförderten Klimaschutznetzwerk offenhalten wollen.

JL, BH und MSE im Januar 2022